Das Phänomen Leben

Das Phänomen Leben. Grundfragen der Theoretischen Biologie

Der renommierte Tierphysiologe Heinz Penzlin behandelt in diesem Buch, das hier in zweiter Auflage vorgelegt wird, in systematischer und übersichtlicher Form die naturwissenschaftlichen Grundprinzipien, die alle Lebewesen – trotz ihrer enormen Formenvielfalt – gleichermaßen kennzeichnen. Das Buch ist keine Biophilosophie, sondern richtet sich an alle, die an den wissenschaftlichen Grundlagen des Phänomens „Leben“ aus heutiger Sicht interessiert sind. „Leben“ wird als die Leistung  einzigartiger offener Systeme betrachtet, die in der Lage sind, ihre interne teleonome Organisation auf der Grundlage gespeicherter und abrufbarer genetischer Informationen selbsttätig aufrechtzuerhalten und an die nächste Generation weiterzugeben.

Penzlin, Heinz: Das Phänomen Leben : Grundfragen der Theoretischen Biologie. 2. Aufl.. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2015.

Das Bewusstsein der Maschinen

Das Bewusstsein der Maschinen. Eine Metaphysik der Kybernetik

Das Buch »Das Bewusstsein der Maschinen« des deutsch-amerikanischen Philosophen und Logikers Gotthard Günther (1900–1984) erschien bereits 1957 und in einer erweiterten 2. Auflage im Jahr 1963. Was damals sensationell wirkte, ist heute Bestandteil unseres philosophischen Bewusstseins geworden: die Hereinnahme der Kybernetik nicht nur in unsere praktisch-technische Welt, sondern auch in die philosophische Spekulation wie in unsere soziologische Reflexion.

Immer aber noch ist die Lektüre der Güntherschen Theoreme und Einsichten für Wissenschaftler wie auch für den Laien aufregend, die Revolutionierung unseres gesamten Denkens offenbar. Daß die maschinelle Intelligenz den Leistungen des menschlichen Bewusstseins überlegen sein kann – wer bestreitet das heute noch? Daß aber mit dem Maschinenbewusstsein die alten Denkgewohnheiten des Menschen aus den Angeln gehoben und alle klassischen Schemata wie auch die dialektische Spekulation auf einen mehr oder minder aufwendigen Schutthaufen geworfen sind – dagegen werden die philosophischen Lehrstühle sich noch lange wehren. – Auch diese erweiterte Auflage des Güntherschen Buches ist kein Abschluß und kein System, sondern Frage und Anregung zur Metaphysik unseres Jahrhunderts.

Günther, Gotthard ; Goldammer, Eberhard von ; Paul, Joachim: “Das” Bewußtsein der Maschinen : eine Metaphysik der Kybernetik ; mit einem Beitrag aus dem Nachlaß: „Erkennen und Wollen“. 3. Bearb. u. erg.. Baden-Baden: Agis-Verlag, 2002.

Modelle der Materialistischen Dialektik

Modelle der Materialistischen Dialektik. Beiträge der Bochumer Dialektik-Arbeitsgemeinschaft

Diskussionen über materialistische Dialektik stoßen immer wieder auf zwei Schwierigkeiten: Entweder wird (nach einiger Zeit) die Frage aufgeworfen, was das denn eigentlich sei, materialistische Dialektik, oder aber da, wo ein gewisser Informationsstand bereits vorhanden ist, kommt es auch bei nur wenigen Beteiligten schon binnen kurzer Zeit zu heftigen Kontroversen, die häufig darauf zurückzuführen sind, daß der Inhalt des Begriffs materialistische Dialektik jeweils unterschiedlich – ja sich ausschließend – bestimmt wird.

Die in dem vorliegenden Band enthaltenen Beiträge möchten in beide Richtungen klärend wirken. Zunächst wollen sie antworten auf die Frage nach dem Inhalt des Begriffs materialistische Dialektik und zwar ohne weitgehende Voraussetzungen zu machen. Die Präsentation mehrerer verschiedener „Modelle materialistischer Dialektik“ als Antwort kann aber auch – so glauben zumindest die Verfasser – zur Klärung der erwähnten Kontroversen insofern beitragen, als dadurch die unterschiedlichen Bestimmungen materialistischer Dialektik herausgearbeitet und so deutlicher gemacht werden. Die Annahme, daß durch eine solche Explikation der unterschiedlichen Modelle die aktuelle Dialektik-Debatte zunächst an Transparenz gewinnen könnte, darüber hinaus aber sowohl erweitert als auch punktuell vertieft und somit vorangetrieben werden könnte, war der Grund für die Veröffentlichung.

Kimmerle, Heinz: Modelle der Materialistischen Dialektik : Beiträge der Bochumer Dialektik-Arbeitsgemeinschaft. Softcover reprint of the original 1st ed. 1978. Dortrecht Heidelberg London New York: Springer Netherlands, 2013.

Mythos der Maschine

Mythos der Maschine. Kultur, Technik und Macht

Lewis Mumford entrollt in einem gewaltigen Entwurf auf fundierte und anschauliche Weise das Panorama der gesamten Kultur- und Zivilisationsgeschichte der Menschheit. Schufen sich die Menschen in der vorgeschichtlichen Phase ihrer Entwicklung »Ein-Mann-Werkzeuge«, so wandten sie beim Bau der Pyramiden zum ersten Mal das Prinzip der Maschine an. In einem Wunderwerk von Organisation wurden Menschenmassen gezielt eingesetzt und in Bestandteile einer Maschinerie umgewandelt. Der zweite »Sündenfall« ereignete sich am Beginn der Neuzeit, mit der Mechanik von Kopernikus, Galilei, Kepler und Newton. Die moderne Großtechnologie nahm ihren Anfang. Ein Prozeß, den wir heute noch verarbeiten müssen, wie zum Beispiel die Auseinandersetzung um die Atomkraftwerke zeigt.

Mumford, Lewis: Mythos der Maschine : Kultur, Technik u. Macht. 6. Aufl.. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1978.

Und der Mensch schuf sich selbst

Und der Mensch schuf sich selbst. Das Wagnis der menschlichen Evolution

Dieses Buch begann mit einer einfachen Idee. Alle Tiere passen sich an die Umweltbedingungen an und diese sind wandelbar. Jede Art ist die Summe dieser Anpassungen.
Für Menschen, definitionsgemäß Werkzeug herstellende Tiere, wurden diese evolutiv wirksamen Lebensumstände mehr und mehr selbst erschaffen. Der Autor überlegte, daß sich physische, psychologische und vielleicht auch soziale Anpassungen als Antwort auf diese technologischen Herausforderungen oder auf diejenigen Umweltbedingungen entwickelten, die durch Werkzeuge verändert worden waren. Als sich die Menschen von ihrer ursprünglichen afrikanischen Savannenheimat weit ausbreiteten, begaben sie sich in Gebiete, die alle eine eigene adaptive Antwort erforderten. Genau wie Tiere, die es auf Inseln verschlagen hat, sich langsam, aber sicher zu einzigartigen Lebensformen entwickeln. Wenn jedoch der Grund der Wanderung zu einer Insel ein selbst hergestelltes Werkzeug- z.B. ein Boot- ist, bekommt die Technologie eine neue evolutive Dimension. So kann man davon ausgehen, dass die Aborigines ihre besonderen biologischen Eigenarten einer einzigen Erfindung verdanken, den Wasserfahrzeugen, die sie nach Australien brachten. Die Untersuchung, ob die Entwicklung und Vielfalt des modernen Menschen genauso stark auf technische Einflüsse wie auf Naturkräfte zurückzuführen ist, ist Inhalt dieses Buches.

Kingdon, Jonathan ; Krull, H.-P.: Und der Mensch schuf sich selbst : Das Wagnis der menschlichen Evolution. Softcover reprint of the original 1st ed. 1994. Basel: Birkhäuser Basel, 2014.