Anthropologie der Technik

Anthropologie der Technik. Ein Beitrag zur Stellung des Menschen in der Welt

Heute spüren wir, daß wir mit dem unbekümmerten technischen Fortschritt, für den das Neue auch schon der Bessere bedeutet, auf eine Grenze stoßen, daß wir dabei sind, uns eine Wirklichkeit zu schaffen mit Sachzwängen und Problemen, in der wir uns immer weniger zurechtfinden. Es genügt nicht mehr zu erkennen, was sich mit Hilfe der Technik alles machen läßt, sondern es bedarf einer Besinnung auf die Funktion, auf den Rang, auf die Bedeutung der Technik für den Menschen, es bedarf einer Techniktheorie in anthropologischer Sieht.

Sachsse, Hans: Anthropologie der Technik : Ein Beitrag zur Stellung des Menschen in der Welt. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2013.

Mythos der Maschine

Mythos der Maschine. Kultur, Technik und Macht

Lewis Mumford entrollt in einem gewaltigen Entwurf auf fundierte und anschauliche Weise das Panorama der gesamten Kultur- und Zivilisationsgeschichte der Menschheit. Schufen sich die Menschen in der vorgeschichtlichen Phase ihrer Entwicklung »Ein-Mann-Werkzeuge«, so wandten sie beim Bau der Pyramiden zum ersten Mal das Prinzip der Maschine an. In einem Wunderwerk von Organisation wurden Menschenmassen gezielt eingesetzt und in Bestandteile einer Maschinerie umgewandelt. Der zweite »Sündenfall« ereignete sich am Beginn der Neuzeit, mit der Mechanik von Kopernikus, Galilei, Kepler und Newton. Die moderne Großtechnologie nahm ihren Anfang. Ein Prozeß, den wir heute noch verarbeiten müssen, wie zum Beispiel die Auseinandersetzung um die Atomkraftwerke zeigt.

Mumford, Lewis: Mythos der Maschine : Kultur, Technik u. Macht. 6. Aufl.. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1978.

Und der Mensch schuf sich selbst

Und der Mensch schuf sich selbst. Das Wagnis der menschlichen Evolution

Dieses Buch begann mit einer einfachen Idee. Alle Tiere passen sich an die Umweltbedingungen an und diese sind wandelbar. Jede Art ist die Summe dieser Anpassungen.
Für Menschen, definitionsgemäß Werkzeug herstellende Tiere, wurden diese evolutiv wirksamen Lebensumstände mehr und mehr selbst erschaffen. Der Autor überlegte, daß sich physische, psychologische und vielleicht auch soziale Anpassungen als Antwort auf diese technologischen Herausforderungen oder auf diejenigen Umweltbedingungen entwickelten, die durch Werkzeuge verändert worden waren. Als sich die Menschen von ihrer ursprünglichen afrikanischen Savannenheimat weit ausbreiteten, begaben sie sich in Gebiete, die alle eine eigene adaptive Antwort erforderten. Genau wie Tiere, die es auf Inseln verschlagen hat, sich langsam, aber sicher zu einzigartigen Lebensformen entwickeln. Wenn jedoch der Grund der Wanderung zu einer Insel ein selbst hergestelltes Werkzeug- z.B. ein Boot- ist, bekommt die Technologie eine neue evolutive Dimension. So kann man davon ausgehen, dass die Aborigines ihre besonderen biologischen Eigenarten einer einzigen Erfindung verdanken, den Wasserfahrzeugen, die sie nach Australien brachten. Die Untersuchung, ob die Entwicklung und Vielfalt des modernen Menschen genauso stark auf technische Einflüsse wie auf Naturkräfte zurückzuführen ist, ist Inhalt dieses Buches.

Kingdon, Jonathan ; Krull, H.-P.: Und der Mensch schuf sich selbst : Das Wagnis der menschlichen Evolution. Softcover reprint of the original 1st ed. 1994. Basel: Birkhäuser Basel, 2014.

Der göttliche Ingenieur

Der göttliche Ingenieur. Die Evolution der Technik

Wie vollzieht sich technischer Fortschritt– Woher kommt er– Wohin führt er– Warum taucht er an gewissen Orten und zu gewissen Zeiten geradezu zwangsläufig auf– Können wir den technischen Fortschritt beeinflussen– Um diese Fragen zu beantworten, untersucht der Autor die Geschichte der Technik – mit ihren Erfolgen und Misserfolgen – im Zusammenhang mit der Evolution des Menschen. Wir entdecken, dass der technische Fortschritt aus einer immer wiederkehrenden Herausforderung resultiert, die auf einem fundamentalen physikalischen Prinzip beruht. Bei der Lektüre wird uns der Charakter der Technik klar. Wir erkennen, dass wir einer technischen Illusion erliegen, und erfahren, welche Chancen es noch gibt, den technischen Fortschritt zu beeinflussen.

Neirynck, Jacques ; Hinkel, Holger M ; Radermacher, Franz J: Der göttliche Ingenieur : die Evolution der Technik. 7. Aufl.. Renningen: expert verlag, 2008.