Einführung in die Kybernetik

Einführung in die Kybernetik. unter besonderer Berücksichtigung von technischen und biologischen Wirkungsgefügen. Lehrbuch für Studenten aller Fachrichtungen

Die Begriffe der Kybernetik und Informationstheorie nehmen im wissenschaftlichen wie im populären Schrifttum einen immer breiteren Raum ein. Für die moderne Technik sind sie zur Voraussetzung geworden, aber sie finden sich ebenso in den Lehrbüchern der Biologie und Physiologie wie in soziologischen, volkswirtschaftlichen und erkenntnistheoretischen Arbeiten. Und auch die Phantasie entzündet sich an den neuen Denkwegen! Nicht nur Erkenntnis, sondern auch Macht verspricht sich der modern Mensch von dieser Wissenschaft, die, übersetzt, die Steuermannskunst heißt. Die Information ist heute ein hart umkämpftes Gut. Man spricht vom Anbruch eines kybernetischen Zeitalters, von dem man ungeahnte Möglichkeiten der Manipulation erwartet, und von dem manche die Verwirklichung der
künstlichen Intelligenz erhoffen. Artificial intelligence, AI, ist bereits ein Fachausdruck geworden. Begriffe, die im Rahmen einer recht abstrakten Wissenschaft entstanden sind, haben über Nacht eine allgemeine Bedeutung gewonnen.

Das vorliegende Buch, das aus Vorlesungen hervorgegangen ist, hat sieh die Aufgabe gestellt, ohne mathematischen Aufwand eine klare und möglichst präzise Vorstellung von den Grundbegriffen und Denkwegen der Kybernetik und Informationstheorie zu vermitteln. Es ist für diejenigen gedacht, die nicht Spezialisten sind, die aber diese Denkmittel im Rahmen ihrer Fächer kritisch verstehen und sinnvoll verwenden
wollen.

Sachsse, Hans: Einführung in die Kybernetik : unter besonderer Berücksichtigung von technischen und biologischen Wirkungsgefügen. Lehrbuch für Studenten aller Fachrichtungen. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2013.

Der Baum der Erkenntnis

Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln menschlichen Erkennens

Der alten darwinistisch geprägten Biologie zufolge überlebt ein Lebewesen nur dann, wenn es sich möglichst perfekt seiner Umwelt anpasst. Es wäre damit sklavisch abhängig von einer objektiven Außenwelt. Für Maturana und Varela gibt es jedoch keine „objektive“ Wirklichkeit. Wenn Grunderfordernisse des Lebens erfüllt sind, haben lebende Systeme alle Freiheit, sich ihre Welt selbst zu schaffen, anstatt bloß auf Vorgegebenes zu reagieren. Für den Menschen gilt das natürlich in besonderem Maße. Das Subjekt ist somit entscheidend an der Schöpfung seiner nur scheinbar objektiven Wirklichkeit beteiligt. Die neue Bezeichnung von Leben, wie es die Neurobiologen Humberto Maturana und Francisco Varela definiert haben, ist Autopoiesis, was soviel heißt wie: sich selbst schaffen. Die in der Menschheitsgeschichte von Weisen, Mystikern und Philosophen erkannte Einheit von Subjektivität und Objektivität, von Ich und Welt, von Bewusstsein und Sein, wird von Maturana und Varela klar bestätigt und mit naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen belegt.

Maturana, Humberto R. ; Varela, Francisco J.: Der Baum der Erkenntnis : die biologischen Wurzeln menschlichen Erkennens. 6. Aufl.. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag, 2009.

Information ist Energie

Information ist Energie. Definition eines physikalisch begründeten Informationsbegriffs

In diesem Buch wird ausgehend vom Shannonschen Entropiebegriff ein objektiver, dynamischer und physikalisch begründeter Informationsbegriff erarbeitet und auf die Informationstechnik und Thermodynamik angewandt. Die Begründung eines Informationserhaltungssatzes wird praktische Bedeutung in der Informationstechnik erhalten, insbesondere wenn sie in den Bereich der Quanten (Photonik/ Quantencomputing) arbeitet. Die unbedingte Dynamik von Information und die Objektivität der Information wird ebenfalls vertieft und behandelt.

Pagel, Lienhard: Information ist Energie : Definition eines physikalisch begründeten Informationsbegriffs. 1. Aufl.. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2013.

Das Phänomen Leben

Das Phänomen Leben. Grundfragen der Theoretischen Biologie

Der renommierte Tierphysiologe Heinz Penzlin behandelt in diesem Buch, das hier in zweiter Auflage vorgelegt wird, in systematischer und übersichtlicher Form die naturwissenschaftlichen Grundprinzipien, die alle Lebewesen – trotz ihrer enormen Formenvielfalt – gleichermaßen kennzeichnen. Das Buch ist keine Biophilosophie, sondern richtet sich an alle, die an den wissenschaftlichen Grundlagen des Phänomens „Leben“ aus heutiger Sicht interessiert sind. „Leben“ wird als die Leistung  einzigartiger offener Systeme betrachtet, die in der Lage sind, ihre interne teleonome Organisation auf der Grundlage gespeicherter und abrufbarer genetischer Informationen selbsttätig aufrechtzuerhalten und an die nächste Generation weiterzugeben.

Penzlin, Heinz: Das Phänomen Leben : Grundfragen der Theoretischen Biologie. 2. Aufl.. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2015.

Das Bewusstsein der Maschinen

Das Bewusstsein der Maschinen. Eine Metaphysik der Kybernetik

Das Buch »Das Bewusstsein der Maschinen« des deutsch-amerikanischen Philosophen und Logikers Gotthard Günther (1900–1984) erschien bereits 1957 und in einer erweiterten 2. Auflage im Jahr 1963. Was damals sensationell wirkte, ist heute Bestandteil unseres philosophischen Bewusstseins geworden: die Hereinnahme der Kybernetik nicht nur in unsere praktisch-technische Welt, sondern auch in die philosophische Spekulation wie in unsere soziologische Reflexion.

Immer aber noch ist die Lektüre der Güntherschen Theoreme und Einsichten für Wissenschaftler wie auch für den Laien aufregend, die Revolutionierung unseres gesamten Denkens offenbar. Daß die maschinelle Intelligenz den Leistungen des menschlichen Bewusstseins überlegen sein kann – wer bestreitet das heute noch? Daß aber mit dem Maschinenbewusstsein die alten Denkgewohnheiten des Menschen aus den Angeln gehoben und alle klassischen Schemata wie auch die dialektische Spekulation auf einen mehr oder minder aufwendigen Schutthaufen geworfen sind – dagegen werden die philosophischen Lehrstühle sich noch lange wehren. – Auch diese erweiterte Auflage des Güntherschen Buches ist kein Abschluß und kein System, sondern Frage und Anregung zur Metaphysik unseres Jahrhunderts.

Günther, Gotthard ; Goldammer, Eberhard von ; Paul, Joachim: “Das” Bewußtsein der Maschinen : eine Metaphysik der Kybernetik ; mit einem Beitrag aus dem Nachlaß: „Erkennen und Wollen“. 3. Bearb. u. erg.. Baden-Baden: Agis-Verlag, 2002.