Und der Mensch schuf sich selbst

Und der Mensch schuf sich selbst. Das Wagnis der menschlichen Evolution

Dieses Buch begann mit einer einfachen Idee. Alle Tiere passen sich an die Umweltbedingungen an und diese sind wandelbar. Jede Art ist die Summe dieser Anpassungen.
Für Menschen, definitionsgemäß Werkzeug herstellende Tiere, wurden diese evolutiv wirksamen Lebensumstände mehr und mehr selbst erschaffen. Der Autor überlegte, daß sich physische, psychologische und vielleicht auch soziale Anpassungen als Antwort auf diese technologischen Herausforderungen oder auf diejenigen Umweltbedingungen entwickelten, die durch Werkzeuge verändert worden waren. Als sich die Menschen von ihrer ursprünglichen afrikanischen Savannenheimat weit ausbreiteten, begaben sie sich in Gebiete, die alle eine eigene adaptive Antwort erforderten. Genau wie Tiere, die es auf Inseln verschlagen hat, sich langsam, aber sicher zu einzigartigen Lebensformen entwickeln. Wenn jedoch der Grund der Wanderung zu einer Insel ein selbst hergestelltes Werkzeug- z.B. ein Boot- ist, bekommt die Technologie eine neue evolutive Dimension. So kann man davon ausgehen, dass die Aborigines ihre besonderen biologischen Eigenarten einer einzigen Erfindung verdanken, den Wasserfahrzeugen, die sie nach Australien brachten. Die Untersuchung, ob die Entwicklung und Vielfalt des modernen Menschen genauso stark auf technische Einflüsse wie auf Naturkräfte zurückzuführen ist, ist Inhalt dieses Buches.

Kingdon, Jonathan ; Krull, H.-P.: Und der Mensch schuf sich selbst : Das Wagnis der menschlichen Evolution. Softcover reprint of the original 1st ed. 1994. Basel: Birkhäuser Basel, 2014.

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